Montag, Oktober 22, 2007

Klappe, die II: Mind Body Spirit Manchester


Nachdem ich im September überraschend die Möglichkeit hatte, auf der Esoterikmesse in Berlin zu dienen, konnte ich vergangenes Wochenende in Manchester auf einer ähnlichen Veranstaltung meine zweiten Erfahrungen sammeln.

Seit Jahren bete ich ja schon dafür, wie ich in die Esoterikmesse in München hineinkomme und wie ich dort den Menschen, das Licht und die Liebe von Jesus bringen könnte. Im Januar hatte Stefan Driess mich gefragt, ob ich ihm nicht im Oktober auf der Esoterikmesse helfen könnte. Und nun war es endlich so weit...

Startschwierigkeiten
Sehr schnell war mir im Gebet klar, dass ich da mit dabei sein sollte. Als ich den Flug buchen sollte, stellte sich das als etwas schwierig heraus. Glücklicherweise bot mir ein Freund seine Prämienmeilen an. Nach einigen Schwierigkeiten konnte ich den Flug dann schließlich buchen. In der Nacht des Fluges bekam ich dann wieder einmal schrecklichen Durchfall, so daß ich erst eine S-Bahn später nehmen konnte als eigentlich geplant. Durch den Streik und einen Notarzteinsatz hatte die S-Bahn etliche Minuten Verspätung. Und beim Check-In konnte ich nicht mehr einchecken, weil der Flug schon abgeschlossen war.

Am Ticketschalter versuchte ich den Flug umzubuchen. Da es aber ein Prämienflug war, war dies nicht möglich. Nach einigem hin- und her, wurde mir empfohlen mir einen Last-Minute-Flug zu buchen. Unmöglich mit keinem Geld in der Tasche. Ich sah mich schon wieder nach Hause fahren, wollte aber nicht aufgeben, weil ich ja wusste, dass ich dort dabei sein sollte.

Ich schaute noch mal auf die Anzeigetafel und sah, dass der Flug ne halbe Stunde Verspätung hatte. Ich nahm all meinen Mut zusammen und probierte es noch einmal am Schalter, ob es nicht vielleicht doch gehen würde... Und ich konnte letztendlich ordentlich einchecken, da in Manchester noch Nebel war. Der Flieger ging dann 1½ Stunden später.

Übernachtung bei Familie Driess
Es war total cool bei Stefans Familie zu übernachten in einem wunderschönem typischen englischen Haus. Freitag stieß dann noch ein Ehepaar aus Nordirland zu uns, die ich auch bei uns übernachteten. Es war total cool zu sehen, wie Stefan so lebt und wie er mit seiner Frau und seinen Kindern umgeht. Ich habe die Gespräche und das Zusammensein einfach sehr genossen. Donnerstag abend hatten wir eine wunderbare Gebetszeit mit einigen Leuten, die aus Manchester mit uns vor Ort sein würden.

Unser Stand
Die Messe Mind Body Spirit fand in einer großen Halle statt, direkt neben einem futuristischen Hilton Hotel :). Stefan meinte erst, dass er beim Buchen des Standes sehr spät dran gewesen sei und er wohl eher ungünstig wäre. Die Lage in der hinteren Ecke erwies sich allerdings als echtes Geschenk. Angefangen mit der göttlichen Standnummer 7, über dass wir noch einen Meter dazu bekommen haben, weil der Stand neben uns leer war, bis dahin dass vor uns viel Platz war, den wir einfach so nutzen konnten ohne irgendjemanden zu stören (abgesehen davon dass in der Nähe die Bühne war und es deshalb oft sehr laut war).

Wir hatten den Stand mit lila Tüchern behängt und einige Bilder aufgehängt. Insbesondere das Bild mit einem Engel erregte großes Interesse. Wir boten Heilung an und prophetisches Gebet. Es war der Hammer, was alles passiert ist. Die meisten waren so berührt, dass ihnen die Tränen gekommen sind. Wir waren ein sehr kleines Team und dazu kam noch, dass immer unterschiedliche und unterschiedlich viele Leute da waren. So konnten wir teilweise nicht einfach Pause machen, weil die Leute sehr oft scharenweise gewartet haben.

Und so habe ich mit verschiedenen Leuten zusammen gebetet. Das war sehr cool. Ich bin allerdings auch sehr an meine Grenzen gestoßen, weil ich die Leute teilweise nicht richtig verstanden habe und weil ich mir schwer getan habe, das auszudrücken, was ich sagen bzw. beten wollte. Aber insgesamt hat es sehr, sehr Spaß gemacht.

Konkrete Erlebnisse
Ich fand es total krass, dass sehr viele der Leute, die kamen, einen kirchlichen Hintergrund hatten. Das Gute daran war, dass sie uns deshalb schon einen Vertrauensvorschub gaben, weil der Titel an unserm Stand Healing like Jesus war. Sehr attraktiv war auch die Tatsache, dass wir alles kostenlos angeboten haben (auf der Messe gab es eine ganze Abteilung, wo es einen abgetrennten Bereich gab, wo die Leute nochmal extra 25£ bezahlen mussten, damit ihnen einer die Karten legt). Etliche Leute erzählten, dass sie von unserm Stand förmlich angezogen wurden. Einige meinten, dass sie normalerweise gar nicht auf so eine Veranstaltung gegangen wären, aber nur wegen uns gekommen wären.

  • Ein sehr einsamer junger Mann kam am Freitag zu uns, um Gebet zu bekommen. Ich hatte ein Bild für ihn, dass Jesus neben ihm hergehen würde wie ein Löwe, um ihn zu beschützen. Er war tief berührt. Er kam Sonntag abend 10min vor Ende der Messe wieder auf mich zu, ob wir nicht noch einmal für ihn beten könnten. Es kam heraus, dass er sein Leben schon einmal Jesus gegeben hatte, dass ihn aber nicht befriedigt hat. So suchte und suchte er, fand aber keine Erfüllung. Er ging von Event zu Event, war auf jeder Esoterikmesse. Er fand allerdings heraus, dass das eigentlich alles dasselbe wäre und keine Befriedigung geben würde. Das kurze Gebet, das wir noch für ihn beten konnten, schien ihm schon wieder Frieden gegeben zu haben...

  • Eine junge Frau mit kirchlichem Background hatte Angst vor ihrer Schwangerschaft und der Geburt. Als wir für sie beteten war sie so berührt, dass sie total in Tränen aufgelöst war.

  • Ich saß in der anderen Ecke des Standes als unsere Leute für eine junge Familie beteten. Sie hatten in ihrem Kinderwagen die kleine Tochter dabei. Während die andern für sie beteten (ich hatte keine Ahnung, um was es ging), hatte ich einen Eindruck für die kleine Tochter. Es war so als würde um das Mädchen überall special - special - special stehen, so als wäre sie ganz und gar davon umgeben, so als würde es etwas sein, was das Mädchen ihr ganzes Leben begleiten würde, dass es etwas wäre, was eine Konstante in ihrem Leben sei, eben dass sie ganz speziell sei. Nun könne man damit auf zwei Arten umgehen: Die Eltern könnten sich fragen "Warum ist sie so anders als die andern Kinder? Warum kann sie nicht so sein wie sie?" oder sie könnten es als eine Auszeichnung sehen und ihre Tochter darin unterstützen nicht so sein zu wollen wie die andern. Für mich war das nur ein gewöhnlicher Eindruck. Aber als ich diesen Eindruck weitergeben konnte, schossen der Mutter die Tränen in die Augen. Offenbar war sie tief berührt davon!
    Hinterher fand ich heraus, dass die andern für die Mutter gebetet hatten, weil sie ein nachgeburtliches Trauma hatte und sie davon depressiv war. Jetzt war sie mit dem zweiten Kind schwanger und hatte Angst, dass es noch mal passieren würde.

  • Am nächsten Tag kam die Mutter dieser jungen Frau. Sie war im Rollstuhl, weil ihre Beine sehr leicht ermüdeten. Ihre Tochter hatte dauernd davon gesprochen, was passiert war, sie war so verändert, dass ihre Mutter einfach kommen musste und sich das unbedingt selber ansehen musste. Sie betonte immer wieder, dass sie an Jesus glauben würde und sie ganz bestimmt nicht auf eine solche Veranstaltung gehen würde. Ihr Großvater war Deutscher und so war es ganz besonders für sie, hier gleich auf zwei Deutsche zu treffen (sie war der Meinung, dass ihr toter Großvater sie zu uns geführt habe *tsts).
    Stefan betete für sie und ermutigte sie einmal länger zu gehen, als sie sich normalerweise zutrauen würde. Sie sagte, dass sie normalerweise ohne Probleme nur von einem Ende unseres Standes zum andern gehen könne. So gingen wir mit ihr etliche Meter, am Schluß ging sie ganz alleine ohne dass ihr irgendjemand geholfen hätte. Sie war geheilt! Um den schweren Rollstuhl nach Hause zu bekommen, setzte sie sich wieder hinein. Sie sagte, dass sie nun aufpassen müssen, nicht wieder in alte Gewohnheiten zurück zu fallen, da sie es so gewohnt war, mit Gehhilfen zu leben. Sie erkannte ganz richtig, dass es eine Sache ist geheilt zu werden und eine andere die Heilung zu behalten.
    Ihre andere Tochter hatte sie auch mitgebracht...

  • Einige Leute wollten Gebet, um zu wissen, wie es weiter gehen soll. Ganz deutlich waren sie auf der Suche, sonst wären sie wohl nicht auf eine solche Veranstaltung gegangen. Bei einer Frau sah ich in einem Bild lauter Verkehrsschilder auf einem Fleck. Ich hatte den Eindruck, dass Gott ihr nicht noch mehr Schilder hinzufügen würde, sondern dass er vielmehr Verkehrsschilder wegnehmen würde, so dass sie immer nur eines für jeden Schritt haben würde. Wenn sie diesen Schritt gegangen wäre, dann würde Gott ihr das nächste Schild über den Weg schicken.

  • Wir beteten für eine junge Frau, die Schmerzen im Knie und am Arm hatte. Ich spürte wie Kraft geflossen ist, allerdings ging der Schmerz im Arm nicht ganz weg. Als ich noch einmal für den Arm betete, hatte ich den Eindruck, dass das eigentliche Problem nicht die Schmerzen wären, sondern dass sie sich vorstellen kann, dass ihr vergeben werden kann. Ich habe ihr dann erzählt, dass es Vergebung gibt und dass Jesus ihr vergeben will. Sie hat mich nur mit großen Augen angeschaut!

  • Direkt neben unserm Stand verkaufte eine Frau ihr Buch (sie nannte sich The Highland Seer oder Goddess, früher hätte man sie wohl Hexe genannt^^). Sie teilte sich ihren Stand mit einem Musiker, der seine CDs verkaufte. Als wir den Stand aufgebaut haben, hat er uns schon total freundlich begrüßt. Er war mir total sympathisch und erinnert mich total an Eric Clayton von Saviour Machine. In der ersten Nacht hatte ich einen Eindruck für ihn. Dass Gott ihm ein scharfes zweischneidiges Schwert gegeben habe, wo es aber total wichtig wäre, damit richtig umzugehen. Am nächsten traute ich mich, ihm diesen Eindruck zu sagen. Den ganzen Tag druckste ich so rum, brachte es aber nicht auf die Reihe. Am folgenden Tag zeichnete ich das Schwert und konnte es ihm schließlich geben. Er war total erfreut und schenkte mir dafür eine seiner CDs. Ich bedankte mich und umarmte ihn. In der letzten Nacht hatte ich einen weiteren Eindruck für ihn. Ich denke, ich werde ihm noch mal schreiben...

  • Zu Stefan kam eine Frau, die Probleme mit ihrem Rücken hatte, weil wohl ein Wirbel nicht am richtigen Platz war. Sie hatte dauernd Schmerzen. Er betete für sie und die Frau hörte richtig, wie es in ihrem Rücken Klick gemacht hat. Sie war geheilt und die Schmerzen waren weg!

  • Eine andere Frau sagte: Wenn ich das vorher gewusst hätte. Ich habe 25£ bezahlt, um mir die Karten legen zu lassen. Was der Kerl mir erzählt hat, war nur Blödsinn. Und jetzt bin ich bei dir und alles war so akkurat und genau. Noch dazu ist es kostenlos!

  • Eine Frau kam extra aus Liverpool angereist, weil ihre Freundin so begeistert war, dass die Sachen so genau gerstimmt haben, die Stefan ihr gesagt hat!

  • Es gab einen Stand auf der Messe von Leuten, die einer Vereinigung angehört haben, die sich kurz vorher erst gegründet hat. Der Leiter hörte eine Stimme, die ihm sagte: "Gründe eine Vereinigung, die Tribe of Light heißt..." Alle hatten ein weinrotes T-Shirt an, auf dem stand: I've joined the TRIBE. Irgendeiner von ihnen muss bei uns gewesen sein, weil er so berührt worden war. Am Abend des zweiten Abends war dann eine ganze Gruppe von ihnen bei uns, weil es sich wohl rumgesprochen hatte. Sie waren so berührt, das sie in Tränen ausgebrochen sind. Der Leiter der Gruppe war total in Tränen aufgelöst. Am nächsten Tag sorgte er dafür, dass seine gesamte Truppe bei uns vorbeikommen würde. Und so hatten wir am letzten Tag eine ganze Schlange von ihnen, die geduldig gewartet haben...
    Der Leiter war total erstaunt, als Stefan ihm erzählte, dass Jesus von sich sagte, dass er das Licht der Welt sei und dass wir als Christen genauso Licht wären. Stefan wird sich mit den Leitern dieser Gruppe treffen und erzählen, wie sie das wahre Licht finden können: Jesus!


  • Wir beteten auch für eine indische Frau, die an Jesus glaubt. Vor ein paar Jahren ist ihr Mann gestorben. Sie hatte Angst vor dem Einschlafen, weil sie nachts oft eine dunkle Figur an ihrem Bett stehen sah. Wir sprachen ihr zu, dass sie in Jesus Autorität über die Finsternis hat. Als wir für sie beteten, hatte ich ein Bild für sie: Jesus fuhr sie in einem Rolls Royce durch die Gegend und sie saß total entspannt auf der Rückbank. Das hat ihr total gut gefallen. Sie sagte, dass sie hoffe, dass sie irgendwann auch wieder Auto fahren könne. Momentan sei ihr Führerschein tot, aber Jesus könne ja Tote aufwecken. Sie hatte auch ihre Tochter mitgebracht, für die wir dann auch beteten. Diese glaubte nicht an Jesus. Sie träumte davon, irgendwann einmal Schriftstellerin sein zu können. Wir sprachen ihr zu, dass Jesus Träume wahr werden lassen kann. Das freute sie sehr!

Es war so überwältigend zu sehen, was Jesus unter diesen hungrigen Leuten gemacht hat. Bei einigen Leuten hatten wir die Freiheit ganz klar mit ihnen über Jesus zu reden. Ungefähr 10 Leute pro Tag haben die Lebensübergabe gebetet!

Auch auf dieser Messe war es krass, was es da für derbe Sachen gab, was die Leute bereit waren, sich rein zu ziehen. Es gab viele Leute, die ich sehr cool und kostbar fand. Aber auch etliche Leute, die sehr beladen waren, bei einigen hatte ich den Eindruck, dass sie voll bis oben hin mit Dämonen wären.

Insgesamt war es wirklich cool, dort zu sein und mal ne ganz andere Erfahrung zu bekommen. Mein Herz für diese Leute wird immer größer und mein Brennen nimmt zu, endlich was ähnliches in München zu machen. Am Anfang dachte ich, dass wir wohl eher mit einem kleineren Stand anfangen würden. Aber ich bekomme immer mehr Ideen, was wir da alles machen könnten: prophetisches Gebet, Heilungsräume, Stände mit Bildern, Zeichnungen vor Ort... vielleicht sogar was mit Musik.

Es sieht so aus, dass sich endlich ne Tür öffnet und es losgeht. Jesus ist so gut.
All die Ehre ihm!

Kommentare:

Ani hat gesagt…

Oh man ich will sowas in MÜNCHEN!!!
Segen dir...

Bento hat gesagt…

Klasse - sehr gute Idee und ein krasser Job!!
"Wir müssen schon mit unserem Rettungswagen bis in die Hölle fahren und nicht draussen warten, ob villeicht jmd. rauskommt..."
schau mal auf mein Blog den Post "Hemmschwelle" (Juli) - der passt doch voll zum Thema Esomessen usw.

Gruß + Segen

Jocky hat gesagt…

Sehr witzig der Spruch mit dem Rettungswagen in der Hölle.

Ich war immer wieder erstaunt wie einfach es war da zu beten und den Leuten von Jesus zu erzählen.

Die Leute haben nicht geblockt oder haben sich abgewendet. Die haben wirklich interessiert zugehört.

Bento hat gesagt…

Ja - die Leute da sind offensichtlich auf der Suche... wie gesagt ein Knaller diese Idee!!

Kerstin hat gesagt…

*heult*
mann ist das schön...