Montag, Juli 23, 2007

Rock on the Rock: Das ist nur der Anfang!


Gestern Abend bin ich von meinem 3. Rock on the Rock von Italien am Gardasee zurückgekommen. Das christliche Festival fand nun zum 5. mal statt, diesmal in einer neuen Location: Castelnuovo de Garda, im Süden des Gardasees in der Nähe von Verona. Das Festival begann Donnerstagabend und endete mit einem Gottesdienst Sonntagmorgen. Wir waren 4 Jungs aus München, 3 von den Jesus Freaks und ein langjähriger Freund von mir (habe es genossen, mal längere Zeit mit ihm zusammen zu sein).

Im Vorfeld gab es Widerstände und Spannungen wie nie zuvor. Noch kurz vor dem Festival sah es so aus, als würde es gar nicht stattfinden können. Es gab auf einmal Auflagen und Rückzieher von Sachen, die schon längst zugesichert waren… So bin ich schon im Vorfeld intensiv ins Gebet gegangen.

Wir kamen Donnerstag am späten Nachmittag an. Ich musste mich erstmal an die neue Location und Situation gewöhnen (Stehklos, die man nicht absperren kann!). Schnell wurden wir auf den neuesten Stand gebracht, was Genehmigung und Auflagen für das Festival betraf.

Wir fuhren dann erstmal an den See, um zu baden und dort zu beten. Nachdem es die ganze Zeit superheiß war (um die 38° C), war das Wasser eine ideale Abkühlung. Schließlich beteten wir zusammen, während es im Hintergrund einen herrlichen Sonnenuntergang gab.

Als wir zurückkamen, erzählte mir David, dass sie 2 Stunden vorher alle Arbeiten niedergelegt hatten, um alle Mitarbeiter zusammen zu rufen und zu beten und anzubeten. Als sie grade damit fertig waren, kam der Bürgermeister der Stadt vorbei und gab ihnen einfach die Genehmigung für den Abend. Die restliche Zeit blieb aber noch offen. Was für ein Sieg und Durchbruch! Denny, der Hauptorganisator, stand abends bei einem Konzert neben mir und strahlte mich über beide Ohren an und fragte mich, ob ich gehört hätte, was passiert war. Das fand ich so geil, welche Freude das ausgelöst hat, welchen Frieden das gebracht hat. Welcher Kontrast zu all den Widrigkeiten und Schwierigkeiten. Ohne diese wären die Herrlichkeit, der Sieg und der Durchbruch nicht so intensiv gewesen.

Gebetszeiten
Am nächsten morgen trafen wir uns dann als Gebetsteam. Wir 4 Münchener und Joseph und Christie aus Alaska. Sie machen grade eine Weltreise und lassen sich von Gott führen, wo sie als nächstes hingehen. Sie haben in der Küche schon Überstunden geschoben und trotzdem war es ihnen wichtig, mit uns zusammen zu beten. Sie waren so ein Segen, so wunderbar mit ihnen zu beten. Wir begannen also mit Dank und Lobpreis, wie mir das bei Fürbittezeiten am Anfang immer wichtig ist. Und auf einmal hatte ich so ein Drängen, dass Jesus sich so sehr danach sehnen würde, dass wir ihn anbeten würden. Es war fast wie ein Vakuum, das unsern Lobpreis förmlich aufsagte. Und so beteten wir eine Weile intensivst an. Und all die Gebetsanliegen waren noch gar nicht durchgekaut, wir hatten mit dem Kampf noch gar nicht begonnen. Nach einer Weile hatte ich den Eindruck, dass wir durch waren. Ich war dann richtig alle. Unser Lobpreis war auch richtig wie ein Kampf gewesen.

Während unserer Gebetszeit hatte sich der Stadtrat noch mal getroffen, um erneut über das Festival zu verhandeln. Es gab Leute, die dafür waren und welche, die ganz konkret dagegen waren. Es war also gar nicht sicher, wie das Ganze ausgehen würde. Nachmittags waren wir noch mal am See an einer andern Stelle. Als wir zurückkamen wollten wir am Zeltplatz beten. Ich fragte David, der gerade da war, nach Gebetsanliegen. So nebenbei erzählte er, dass die Genehmigung für das restliche Festival nun da sei. Dafür war nun die Tochter eines Bandmitglieds, die heute Abend auftreten würde im Krankenhaus.
Danach hatten wir eine gute und lange Gebetszeit, wo wir uns auch darüber hinaus bewegten und nicht nur die Anliegen abhakten. Anschließend gingen Christian und Kai noch in die Stadt, um Flyer zu verteilen. Am Abend erschien sogar ein Teeniemädchen, das sie vorher eingeladen hatten, und brachte ihre ganze Clique mit. Es hat ihnen gut gefallen, einer von ihnen spielt sogar in einer Punkband!
Beim Konzert gab dann der Vater des Mädchens Zeugnis, er erzählte dass seine Tochter geheilt worden war!

Am Samstag hatte ich dann das intensive Drängen, die Verlorenen hereinzurufen, rein in das Königreich Gottes, dass sie sich nicht mehr von Vorurteilen blenden lassen würden, dass sie regelrecht zu Jesus rennen würden. Das haben wir dann auch getan. Diesmal schloss sich noch italienisches Ehepaar an. Das ging dann in Lobpreis über, der die Leute zu Gott gerufen hat… Als wir damit fertig waren, sind wir anschließend dann noch siebenmal ums Gelände gegangen, haben den Schutz und den Sieg von Jesus über das Festival ausgerufen.

Ich hatte den Eindruck, dass ich für einige Leute beten sollte. Die meisten habe ich auch erwischt und wir konnten beten. Ich habe einfach drauf los gebetet. Und ich war richtig erstaunt, was da so alles gekommen ist. Soweit ich das einschätzen kann, waren die Leute richtig berührt. Sehr schön. Letztes Jahr habe ich ja für Egi, den Sänger von Boarders gebetet. Wir haben uns übers Jahr ab und zu gemailt. So war es mir auch wichtig, für ihn zu beten. Er fragte mich aber zunächst, wie es denn mir ginge. Er hatte dann noch einen sehr netten Eindruck für mich und er betete dann für mich. Das war auch sehr prophetisch. Da er dann selbst wieder weiter musste, konnte ich gar nicht mehr für ihn beten. Auch nett :)

Pastor Bob
Dieses Jahr war Pastor Bob Beeman, der Gründer der Sanctuary Gemeinden in Amerika da. Er hat mittags jeweils einen kurzen Input gegeben und am Sonntagmorgen beim Gottesdienst gepredigt. Der Mann ist einfach der Hammer. Das was er sagt, ist ja schon sehr geil. Aber die Art und Weise wie er es sagt, ist überwältigend. Er hat so eine Ruhe und Frieden, soviel Liebe, auch schwierige Dinge sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Er hat mich ja früher schon sehr begeistert, damals in den 80ern als es den großen Boom des White Metal gab. Hätte nie gedacht, dass ich ihn einmal kennen lernen würde. Wir haben uns dort ein paar Mal unterhalten. Ich soll ihm einen kurzen Abschnitt für seine internationale Kolumne im Heaven’s Metal Magazin schreiben.

Es ist ja sehr die Frage, wie es mit dem Festival weitergeht, jetzt wo Denny und Maureen nach Portugal gehen werden. Bob Beeman hat die Vision, dass dies erst der Anfang ist. Er sieht die Chance, dass die jungen Leute Italiens aufstehen und ihren Standpunkt einnehmen und das Land mit christlicher Rockmusik rocken werden und dadurch viele zum Herrn führen werden… Das ist eine weitere Bestätigung, dass Gott weltweit dabei ist, etwas Neues, Wunderbares und Gewaltiges zu tun.

Bands
Dieses Jahr gab es etliche Bands, die mir sehr gut gefallen haben. Ich weiß gar nicht, welche ich hervorheben soll. Triplet und Reform the Resistance waren sehr geil, die werden auch auf dem Freakstock spielen, Boarders, Metatrone und die deutsche Band SnakeBreak9 haben mich mit ihrem melodischen Metal sehr begeistert. Rivelino aus Amsterdam, eine Band die fast komplett aus Farbigen besteht, haben zweimal gespielt. Die waren sehr toll und groovig. War einfach mal toll, ein paar Bands zu genießen. Auf dem Freakstock komme ich eigentlich nie dazu, weil ich mich lieber mit Leuten treffe. Und selbst wenn man hier im hinteren Bereich des Geländes war, hat man die Bands noch sehr gut mit bekommen.

Ich habe es sehr genossen, mich auch länger mit Ingo zu unterhalten und zusammen füreinander zu beten. Das war richtig powervoll.

Wir vier waren ne richtig coole Truppe, hat Spaß gemacht, dass wir zusammen unterwegs waren. Insgesamt wirklich ein tolles Festival, das grade durch seine Gegensätze und die Spannungen im Vorfeld sehr siegreich und glorreich war. Bin gespannt, was in Italien passieren wird. Das sind echt tolle Leute da, richtig familiär. Wir werden sehen…

Kommentare:

Backhausbrot hat gesagt…

Da will ich auch mal gerne hin... :-(
War mal in Lemone de Garda in einem 1.Woche Kurzurlaub.
Ist aber im Norden vom Gardasee und nicht so schön südlich...
Mhhh,vielleicht sollte ich aber erstmal JF-München sehen this year...

Björn :-)

Jocky hat gesagt…

Da hast du dir ne ganze Menge vorgenommen, mein Lieber. München ist nicht so weit weg :) und nicht so heiß!

Johannes hat gesagt…

Hey Jocky!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Hoffe, Du hast einen tollen Tag, trotz des fortgeschrittenen Alters, hehe! :)

Nur Spaß!

Johannes